JETZT AUCH IN BRAUNSCHWEIG: Ronchetti „Rivale“

 

PREMIERE BRAUNSCHWEIG: 29.10.2017 20:00 Uhr, Kleines Haus

Freitag, 03.11.2017 20:00 Uhr
Freitag, 10.11.2017 20:00 Uhr
Sonntag, 19.11.2017 18:00 Uhr
Dienstag, 05.12.2017 20:00 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017 20:00 Uhr

 

Details // STAATSTHEATER BRAUNSCHWEIG

 

REZENSIONEN:
Rivale in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Berlin

 

Rezension von Peter P. Pachl // NMZ ONLINE

Rezension von Ingrid Wanja // DER OPERNFREUND

Rezension von Elias Pietsch // DER TAGESSPIEGEL

Rezension von Martin Wilkening // BERLINER ZEITUNG

Rezension von Ursula Wiegand // DER NEUE MERKUR

Rezension von Andreas Berger // BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG

AUSZEICHNUNG: Köpfe der Saison

Ich freue mich und danke allen, die dazu beigetragen haben!

»Isabel Ostermann ist zweifelsfrei eine hervorragende Regisseurin. Sie hat durch Assistenzen die Handschrift vieler wesentlicher Regisseure kennengelernt, von Berghaus und Marthaler, Schlingensief und Kupfer, Freyer und Konwitschny, den sie selber als künstlerisches Vorbild bezeichnet. Sie hat etliche eigene Inszenierungen gemacht, zuletzt in Darmstadt und Rheinsberg, und war zehn Jahre lang Referentin beim Intendanten und Leiterin der Werkstatt an der Berliner Staatsoper. Seit dieser Spielzeit ist sie nun Operndirektorin am Theater ihrer Heimatstadt Braunschweig. Und wegen des herausstechenden Spielplans, den sie hier im ersten Jahr präsentiert, stellen wir sie in dieser Rubrik (»Köpfe der Saison«, Anm. d. R.) vor.
Da sind sieben von zehn Premieren der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet. So etwas hat sich lange niemand getraut, zumal bekannt große Herausforderungen für Künstler und Publikum dabei sind wie John Cages »Europeras«, die Ostermann selber inszeniert, und ein Musiktheaterprojekt auf Basis Karlheinz Stockhausens legendärer, kaum je zu hörender, geschweige denn zu sehender »Kontakte«. Am Ende der Spielzeit steht in Braunschweig gar ein neues Festival für neue Musik, wo die Errungenschaften der Spielzeit noch einmal komprimiert präsentiert werden – und das zur festen Einrichtung werden soll. Wir wünschen das Beste!«

(Die Deutsche Bühne, September 2017)

URAUFFÜHRUNG IN DER NEUEN WERKSTATT
Lucia Ronchetti: Rivale

Kammeroper für Frauenstimme, Solo-Viola, Blechbläserensemble und metallisches Schlagwerkensemble

 

MUSIKALISCHE LEITUNG: Max Renne
INSZENIERUNG: Isabel Ostermann
AUSSTATTUNG: Stephan von Wedel
LICHT: Irene Selka
DRAMATURGIE: Roman Reeger
STIMME (CLORINDE): Amira Elmadfa
MITGLIEDER DER STAATSKAPELLE BERLIN

 

PREMIERE am Sonntag, 8. Oktober 2017 um 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 11., 14., 15., 17., 19., 20. und 22. Oktober
Staatsoper Unter den Linden – Neue Werkstatt
Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden

 

PRESSEMITTEILUNG der Staatsoper Unter den Linden

Am 8. Oktober 2017 wird die Neue Werkstatt mit der Uraufführung von Lucia Ronchettis Kammeroper »Rivale«, die als Auftragswerk für die Staatsoper Unter den Linden entsteht, eingeweiht. Die Uraufführung findet im Rahmen des Präludiums zur Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden statt. Inszeniert wird der Abend von Isabel Ostermann, die musikalische Leitung übernimmt Max Renne. Es spielen Mitglieder der Staatskapelle Berlin.

Der von Lucia Ronchetti selbst erarbeitete Text der Kammeroper basiert auf Antoine Danchets Libretto »Tancrède« von 1701. Hierin geht es um die in Torquato Tassos Renaissance-Epos »La Gerusalemme liberata« beschriebene Geschichte von Tankred und Clorinda, die sich zugleich als Feinde und Liebende auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. In Ronchettis »Rivale« wird die in Tassos Epos fast stumme Amazonenfigur Clorinda als Erzählerin ihrer eigenen Tragödie zu einer vielschichtigen Charakterstudie.
In ihrer Komposition verarbeitet Lucia Ronchetti diverse musikalische Zitate aus über 400 Jahren Musikgeschichte – neben zahlreichen barocken Kompositionen, auch Verdis Requiem, Mozarts „Don Giovanni“ oder Mahlers 2. Sinfonie. Die Orchesterbesetzung besteht aus einem Blechbläser- und metallischen Schlagwerkensemble sowie einer Solo-Viola.

Die italienische Komponistin Lucia Ronchetti zählt zu den erfolgreichsten Komponistinnen der Gegenwart. Als profilierte Vertreterin des neuen Musiktheaters bilden Opern, Kammeropern aber auch Chor-Opern und musiktheatralische Instrumentalwerke einen Schwerpunkt in ihrem Schaffen. Von 2012 bis 2015 erarbeitete sie im Rahmen einer Koproduktion der Semperoper Dresden mit dem Opernhaus Halle ein drei Spielzeiten umfassendes Musiktheaterprojekt: »Contrascena«, »Sub-Plot« und »Mise en abyme«. Ihre Oper »Esame di mezzanotte« wurde im Mai 2015 in einer Inszenierung von Achim Freyer am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Die Zeitschrift »Opernwelt« verlieh der Produktion die Auszeichnung »Uraufführung des Jahres 2015«. Zu ihren letzten Projekten zählten u. a. die Chor-Oper »inedia prodigiosa« am Teatro Massimo Palermo sowie »Les aventures de Pinocchio« für das Ensemble Intercontemporaine.

De Regisseurin Isabel Ostermann arbeitete von 2006 bis 2017 an der Staatsoper Unter den Linden und war im Schiller Theater als künstlerische Leiterin der Werkstattbühne tätig. Zu ihren Regiearbeiten zählten hier u. a. die Inszenierung der Kinderoper »Der gestiefelte Kater« von César Cui (2010), Friedrich Goldmanns Opernphantasie »R. Hot bzw. Die Hitze« (2012), »Geschichte« von Oscar Strasnoy (2015) sowie der Doppelabend »Tagebuch eines Verschollenen | La Voix Humaine« von Leoš Janáček | Francis Poulenc (2014). Seit der Spielzeit 2017/18 ist Isabel Ostermann Operndirektorin und stellvertretende Intendantin am Staatstheater Braunschweig.

Die Rolle der Clorinde übernimmt die Mezzosopranistin Amira Elmadfa, die von 2009 bis 2013 zum Ensemble des Theaters Kiel gehörte und in der letzten Spielzeit u. a. an der Volksoper Wien und der Staatsoperette Dresden debütierte. Konzertauftritte und Liederabende führten sie u. a. zu den Fränkischen Musiktagen, den Thüringer Bachwochen, den Händelfestspielen Karlsruhe, ins Darmstadtium, an die Konzerthäuser in Wien, Basel und Zürich sowie zum Lucerne Festival und ins Austrian Cultural Forum New York.

Eine Werkeinführung findet 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

Erfolgreiche Eröffnungspremiere in Braunschweig
Verdi: Don Carlo

Giuseppe Verdi: Don Carlo

Musikalische Leitung: Srba Dinić
Inszenierung: Andrea Moses
Bühne: Annett Hunger
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Chor: Georg Menskes
Dramaturgie: Moritz Lobeck

Rezension von Joachim Lange // nmz.de

Rezension von Ingeborg Obi-Preuß // Neue Braunschweiger

Rezension von Andreas Berger // Braunschweiger Zeitung

REZENSIONEN:
La Voix Humaine / Tagebuch eines Verschollenen

Zwei schöne Besprechungen zu unserer (veränderten) Wiederaufnahme von „La Voix Humaine“ (Poulenc) und „Tagebuch eines Verschollenen“ (Janáček) auf der Werkstattbühne im Schiller Theater.

Rezension von Ingrid Wanja // DER OPERNFREUND

Rezension von Albrecht Selge // hundert11 – Konzertgänger in Berlin

PREMIERE: Blaubarts Burg in Darmstadt

Herzog Blaubarts Burg

Oper in einem Akt von Béla Bartók
Libretto von Béla Balázs

PREMIERE: Sonntag 25.09.2016, Staatstheater Darmstadt

Judith: Katrin Gerstenberger
Herzog Blaubart: Krzysztof Szumanski

Musikalische Leitung: Michael Nündel
Regie: Isabel Ostermann
Bühne und Kostüm: Christoph Ernst
Video: Vincent Stefan
Dramaturgie: Sarah Grahneis

Als Prolog: Zwei Szenen aus dem Uraufführungsabend des Musiktheaterwettbewerbs: „.onion“ von Sivan Cohen Elias und „(On) the other side of the skin“ von Marta Gentilucci

Details / Staatstheater Darmstadt

PREMIERE: Alcina im Schloss Rheinsberg

Foto: Jacqueline Schulz

Georg Friedrich Händel: Alcina

mit zusätzlichen Kompositionen von Mark Scheibe

Musikalische Leitung: Attilio Cremonesi
Regie: Isabel Ostermann
Lichtdesign/Ausstattung: Ismael Schott
Regie-Assistenz: Sina Schecker

Kammerakademie Potsdam

22., 23., 26., 27., 29., 30. Juli, 20.00 Uhr Schlossstheater
Werkeinführung: jeweils 18.45 Uhr, Treff: Foyer Schlosstheater

Foto: Jacqueline Schulz

WIEDERAUFNAHME: Janáček Poulenc Doppelabend

Zu sehen in neuer Fassung im Mai 2016 in der Werkstatt der Staatsoper.

Fotos: „Peters Bryllup“ in Potsdam

Stefan Gloede hat mir freundlicherweise seine Fotos unserer deutsch-dänischen Produktion „Peters Bryllup“ zur Verfügung gestellt! Hier ein paar Eindrücke:

>> Peters Bryllup im Portfolio <<

WIEDERAUFNAHME: César Cui „Der gestiefelte Kater“

Am 5.12. startet eine neue Serie des „gestiefelten Katers“ von César Cui in der Werkstatt der Staatsoper im Schillertheater. Wir spielen bis zum 27.12. und nebenbei erreichen wir am 22.12. die 100. (!!!) Vorstellung. Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

Details // Staatsoper Berlin

Berliner Operngruppe: Gaetano Donizetti „Betly“

Donizetti: Betly

Wieder eine erfolgreiche Premiere im Konzerthaus mit der Berliner Operngruppe unter der Leitung von Felix Krieger! Hier die Kritiken:

Kritik von Frederik Hanssen // Tagesspiegel
Donizettis „Betly“ im Konzerthaus – In Appenzell verliebt man sich schnell

Kritik von Ingrid Wanja // operalounge.de
Nichts für Feministinnen – Berlin: Repertoire, Concerts & Fringe

Kritik von Manuel Brug // Die Welt
Donizetti mit Jodeldiplom: „Betly“ als Erstaufführung

Erfolgreiche „Geschichte“ Premiere! Einige Kritiken:

‚Frühkritik‘ von Julia Spinola // Kulturradio vom rbb

Kritik von Peter P. Pachl // nmz online
Spiegelgefechte – Oscar Strasnoys „Geschichte“ in der Werkstatt der Staatsoper

Kritik von Benedikt von Bernstorff // Tagesspiegel
Vokalakrobaten bei Oscar Strasnoys „Geschichte“

Kritik von Andre Sokolowski // KULTURA-EXTRA online-magazin
Durchgeknallte Polen-Family / GESCHICHTE von Oscar Strasnoy

 Weitere Vorstellungen am 30. September sowie 1., 9., 10. und 12. Oktober 2015
Staatsoper im Schiller Theater – Werkstatt

PREMIERE: „Geschichte“ (Oscar Strasnoy) am 26.09.2015

Morgen beginnen wir die vierte und letzte Probenwoche unserer „Unreifeprüfung“!

PRESSEMITTEILUNG DER STAATSOPER BERLIN:

Berlin, 11. September 2015

Erste Werkstatt-Premiere der Saison mit Oscar Strasnoys »Geschichte«

Am Samstag, dem 26. September eröffnet die Berliner Staatsoper die Werkstatt-Saison mit »Geschichte«, einem Musiktheater von Oscar Strasnoy nach einem Text von Witold Gombrowicz. Uraufgeführt für sechs Sänger und Tonband 2004 im Theaterhaus Stuttgart, folgten weitere Aufführungen sowie eine Neuproduktion (2011) u. a. an der Opéra de Lille, am Teatro Colón in Buenos Aires, am Théâtre du Châtelet, Paris und im Konzerthaus Berlin. An der Berliner Staatsoper wird die dritte Neuinszenierung zu erleben sein, in der Regie von Isabel Ostermann und in einem Raum von Christoph Ernst. Der 1970 in Argentinien geborene und mittlerweile in Berlin lebende Komponist, Dirigent und Pianist Strasnoy wird die Proben an der Staatsoper begleiten.

Erstmals wird mit dieser »Operette à cappella« in der Werkstatt eine Komposition ohne Orchester oder Klavierbegleitung, rein für Stimme und Tonband, erklingen. Die Rollen des Witold und der Mutter übernehmen Countertenor Daniel Gloger und Sopranistin Sarah Maria Sun – für die Strasnoy die Partien bereits bei der Uraufführung geschrieben hat. Zum Ensemble zählen außerdem Friederike Harmsen (Rena, Mezzosopran), Noriyuki Sawabu (Jerzy, Tenor), Martin Gerke (Janusz, Bariton) und Markus Hollop (Vater, Bass).
Musikalisch einstudiert wird das einstündige Werk von Max Renne.Die Klangsprache Strasnoys ist dabei vom rasanten Wechsel aller nur denkbaren vokalen Ausdrucksmöglichkeiten geprägt: Deklamation, A-cappella-Satz, Parlando und Sprechen finden sich satztechnisch in avantgardistischen Musikvokabular bis hin zu Anklängen an Unterhaltungsmusik und Jazz wieder. Kurze Tonbandeinspielungen konkreter Geräusche schaffen den akustischen Raum dieses Parforceritts durch die groteske Geschichte.

Strasnoy beschäftigen seit Jahren diverse Formen des Musiktheaters, von Kleinstbesetzungen wie in »Fabula« für Countertenor und Viola bis hin zu groß besetzten Opern wie »Le Bal« – 2010 von Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt. »Geschichte« ist nach »Operette« die zweite Arbeit des Komponisten nach einem Text von Witold Gombrowicz.

Gombrowicz, einer der bedeutendsten polnischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, verbindet in seinen fragmentarischen Szenen die private (Familien-)Geschichte mit Geschichte als Historie. Wie der Autor mit europäischen Ereignissen der ersten Jahrhunderthälfte verfährt, lässt sich nur als eine Mischung aus Groteske und Wahnsinn bezeichnen. Das schwarze Schaf der Familie – Witold – ist umgeben von psychotischen Angehörigen, angeführt von der hysterischen Mutter. So erscheint plötzlich der seltsame Außenseiter als einzig emotional klares Individuum. In Traumsequenzen, in denen sich das Familientableau in weltgeschichtliche Schlüsselsituationen bis hin zur europäischen Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs verwandelt, werden Eltern und Geschwister zu tödlichen Feinden.

GESCHICHTE
Operette à cappella für sechs Sänger und Tonband
Text von Witold Gombrowicz
Premiere am 26. September 2015, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen am 30. September sowie 1., 9., 10. und 12. Oktober 2015
Staatsoper im Schiller Theater – Werkstatt
In deutscher Sprache

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de